Systemische Supervision

Supervision lego figuren

Man kann nicht sehen, daß man nicht sieht, was man nicht sieht.
(Niklas Luhmann 1991:66)

Wir sind Teile der Systeme, mit denen wir arbeiten.
Es gibt keinen objektiven Beobachter – doch Distanzierungsbemühungen. Nur durch Distanz, eine Verschiebung oder Verrückung, eine andere Brille erkennen wir Dinge anders, die uns vorher selbst-verständlich erschienen.

Als Coach oder Supervisor*in müssen wir stets auch uns und unsere Positioniertheit im Blick behalten:

  • Können wir noch kritische (und dadurch erhellende) Fragen stellen?
  • Oder spüren wir bereits die Sogwirkung der systemspezifischen Tabuisierung und trauen uns nicht mehr?
  • Wollen wir gefallen?
  • Nehmen wir das Leid unserer Klienten mit nachhause?
  • Suchen wir an ihrer statt nach Lösungen für ihre Probleme?
  • Wie belastet, verunsichert, ärgerlich sind Sie in Ihrer Arbeit?

Menschen, die mit Menschen arbeiten, müssen gut für sich sorgen um auch für andere hilfreich sein zu können.
Zu dieser Selbstsorge gehört wesentlich die (entwicklungsorientierte) Reflexion des eigenen Handelns und Denkens in einem geschützten Raum.
Dies ist notwendig für Führungskräfte, die ihre Rolle selbstbestimmt und stimmig ausfüllen möchten.
Dies ist notwendig für Coaches und Berater*innen, die sich an einem Klientensystem die Zähen ausbeißen — und sich fragen, was das eigentlich mit ihnen zu tun hat.
Dies ist notwendig für Teams, die auf ihre gute Zusammenarbeit angewiesen sind, weil ihre Arbeit ihnen so viel abfordert.
Dies ist notwendig für Menschen, die jeden Tag schwierige Entscheidungen treffen, mit bewegenden Schicksalen konfrontiert sind oder sich durch ihre Arbeitsstruktur oft allein fühlen und sich fragen:

  • Was gehört zu guter Führung? Wie werden wir ein gutes Leitungsteam?
  • Wie äußern sich die Probleme unserer Klient*innen innerhalb unseres Teams? Welche Übertragungen gibt es und wie können wir sowohl uns als auch unseren Klient*innen gerecht werden?
  • Wie blicke ich auf mich und meine Arbeit, wenn es sich leicht anfühlt? Was heißt für mich Servant Leadership und wie kann ich es umsetzen?

Mir ist es ein großes Anliegen, auch diejenigen zu unterstützen, die häufig den Blick auf andere haben. Daher biete ich Systemische Supervision für Teams und Einzelpersonen an — auch und gerade in Bereichen, in denen Supervision nicht “zum Standard” gehört. Einige Beispiele mögen die Varianz verdeutlichen:

  • Supervision des Leitungsteams in einer Organisation (als jährliche Klausurtagung oder regelmäßigen Termin)
  • Supervisorische Begleitung eines großen Beratungsauftrags einer Organisationsberaterin
  • Fallsupervision des Mediators
  • Entwicklung und Ausgestaltung der eigenen Rolle des Agile Coaches oder Scrum Masters – in Einzelberatung oder mit Euren Kolleg*innen
  • Teamsupervision in einer Behörde oder einem Coaching-Netzwerk

Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann freue ich mich, Sie kennenzulernen.